R.I.P. Dieter Bäsell – 19. September 1955 – 19. Juli 2018

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Bankräuber-Dieter – der Name kam nicht von ungefähr – war eines der besten Originale, das ich die letzten Jahre kennenlernen durfte: Es war 2011 auf den Hamburg Harley-Days, als er direkt neben uns sein Zelt aufschlug, mit seinen punzierten Lederwaren… als es regnete, hatte er auf einmal Regencapes und Schirme im Angebot, als es dunkel wurde schoß er blinkende LED-Fallschirme in den Himmel und verdiente sich damit ein paar Euro…

Für mich war er das Musterbeispiel, dass man es  – wenn man wirklich will – auch noch einmal nach oben schaffen kann, wenn man schon ganz unten ist: Schwerst Alkoholabhängig – er hat da immer offen drüber geredet – mal wieder eine Tankstelle ausgeraubt, ohne Erinnerung daran in der Ausnüchterungszelle aufgewacht und nach dem Knast dann komplett das Leben umgekrempelt – mit über 50 Jahren in die Volkshochschule um Englisch zu lernen, Mitarbeiter beim blauen Kreuz um Suchtkranken zu helfen, mit den letzten Kröten nach China um da die Sachen zu kaufen, die er dann auf den Hamburg-Harley-Days verkauft hat um sich wieder eine gesicherte Existenz aufzubauen – und er hat es geschafft:

Alkohol hatte er nie mehr angerührt und war auch einer der beiden Ansprechpartner für mich als ich den Entschluss gefasst habe, keinen Alkohol mehr zu trinken – er hat mich auch immer wieder bei dem Entschluss bestärkt.

…die letzten Jahre war er dann – geschäftlich inzwischen erfolgreich – mehr in Thailand als in Deutschland, fand dort weitere Geschäftsideen und seine Frau – wir haben uns nie mehr in Deutschland, aber etliche male in Bangkok getroffen… er ist uns dort sogar mal zufällig über den Weg gelaufen, als wir mit der Tempel-Crew unterwegs waren – in einer Stadt mit über 8 Millionen Einwohnern….

Nachdem ich ihn seit Monaten nicht mehr erreicht hatte, hatte ich schon das schlimmste befürchtet, ein Telefonat mit seiner Frau in Bangkok hat mir jetzt die traurige Gewißheit gebracht:

Sein Herz hat leider viel zu früh aufgehört zu schlagen und darum werden wir uns nie wieder an unserem Stammtreffpunkt beim Terminal 21 treffen um gemütlich über die Sukhumvit zu schlendern – und auch sein Stammplatz in der Billard-Bar wird leer bleiben:

Meine dritte Heimat Bangkok ist immer auch ein Teil “Bankräuber-Dieter” gewesen – Du wirst mir -nicht nur dort – fehlen, Dieter.

Ruhe in Frieden!

Stephan Tempel

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