CAPT (Casinos Austria Poker Tour) 2020 Seefeld – Opening

Seefeld als Poker-Location ist ja akutell die am nächsten gelegene „legale Pokerlocation“ mit vernünftigen Turnieren, ich mag das dortige Casino ohnehin, zum einen weil dort mit meinem ersten Cash alles los ging, zum anderen weil ich auch die gemütlich Atmosphäre zum Pokern dort sehr schätze.

Das CAPT-Opening 2020 war das einzige Pokerturnier, welches ich bei diesem Stop der CAPT mitnehmen konnte, also ging es am frühen Donnerstag-Nachmittag zusammen mit zwei weiteren Mitstreitern via Auto über Garmisch gemütlich in 80 Minuten nach Seefeld in Tirol.

Gespielt wurde heute mit 25.000 Chips und 30 Minuten-Level, die ersten 6 Level bestand zudem die Möglichkeit von einem (!) Re-Entry, ein schönes Format. Nach 6 Leveln schon einmal der erste kleine Erfolg: Unsere Gruppe war ohne Re-Entry noch im Turnier und es war an der Zeit einen Blick auf den Preispool zu werfen:

105 Teilnehmer hatten sich heute eingefunden, von denen 37 einen Re-Entry tätigten, was bei 300,- + 30,- Euro Buy-In einen ordentlichen Preispool von 42.600,- Euro bedeutete.

Über die erhaltenen Karten konnte ich mich diesmal nicht beschweren, lediglich über den Zeitpunkt oder die Auszahlung: Zweimal Asse, zweimal Buben und einmal Queens alleine in den ersten beiden Leveln – aber entweder keine Kundschaft bekommen, oder von einem Ass am Flop zerstört worden. Da bekommst gefühlt in den ersten beiden Leveln bessere Karten als im gesamten letzten Jahr und sitzt trotzdem nur vor 29 000 an einem soliden Tisch, während am Nachbartisch wo meine Mitstreiten saßen schon die ersten drei Seat-Open waren und beim Rest die Chipsstapel wuchsen.

Letztlich lief es aber bei allen ordentlich bis gut und mit vernünftigen Stacks ging es dann für die einstündige Dinnerbreak in die Südtiroler Stube, vielleicht drei Minuten zu Fuß vom Casino entfernt. Sehr schnell, sehr gutes und günstiges Essen, sehr zu empfehlen.

Nach der Dinnerbreak sollte es dann leider nicht mehr laufen: Erst verlor ich einen großen Teil meines Stacks, als ich in die gefloppten Quads meines Gegenspielers munter reinsetzte, ja mein – passiert. Selten, aber es passiert halt, das ist das Spiel.

Mit 19 BB und einem großen Stack eines sehr, sehr guten Spielers (Cashes in Millionenhöhe) direkt zu meiner rechten wird der Raum für spielerische Glanzleistungen natürlich eng, aber mit etwas Geduld sollte kurz vor Level 12 dann der perfekte Spot kommen: Stephan im Bigblind, Action vom eben genannten Spieler UTG, ein All-In vom Hijack mit etwas mehr als ich und der kleine Stephan entdeckt im BigBlind ein schönes Paar Könige. Klar geht das auch rein, sonst mag niemand mehr mitspielen und der Hijack zeigt ein paar Buben und greift schon zu seiner Jacke.

Wer meinen Lauf der letzten Monate verfolgt hat – von den kleineren Turnieren berichte ich hier ja gar nicht – kennt meine Serie und dementsprechend schlug am River der Bube ein und es waren noch 35 Leute im Turnier – 80% sollten mal wieder nicht genug sein. Mitfahrer eins hatte kurz zvor ein ähnliches Erlebnis und war Seat Open, bei Mitfahrer zwei kam das Aus dann zwei Plätze vor´m Geld – hier sollten 66% nicht genug sein.

Dementsprechend gut gelaunt ging es im Auto nach einem kleinen Abstecher über den McDonalds in Garmisch (für meine Mitfahrer, ich selber meide jetzt ja über 10 Jahre schon Fastfood zumindest in Germany) zurück nach München, welches wir kurz nach ein Uhr morgens erreichten.

Schönes Spiel, dieses Poker.

Stephan Tempel

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