Wie groß und mächtig ist die ARGE (noch)? …und warum….

…meint eigentlich eine Fanclubvereinigung ständig, sie müsste Vereinspolitik machen? Ich hab mir jetzt die Satzung der ARGE durchgelesen: hier findet man nichts dazu, was den Vorstand ermächtigen würde, in irgendeiner Art und Weise Vereinspolitisch tätig zu werden – die Satzung der ARGE findet man hier:

http://www.arge-tsv.de/wp-content/uploads/2014/05/ARGE-Satzung-Neu-2015.pdf

Halten wir doch einmal fest: Wir haben beim TSV 1860 einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung – sie ist das oberste beschließende Vereinsorgan. Hier werden die Vereinsvertreter gewählt – wenn man auch nur im Ansatz Demokrat ist, dann hat man das Ergebnis der Mitgliederversammlung zu akzeptieren und im Interesse des Vereines Störfeuer zwischen den Mitgliederversammlungen zu vermeiden.

Wie groß ist die ARGE (noch)?

Geht man die Regionen auf der ARGE-Homepage durch, sind dort aktuell noch etwas mehr als 400 Fanclubs eingetragen. Die Mitgliederzahlen der einzelnen Fanclubs dürften schwer nachvollziehbar sein, geschweige denn von „aktiven“ Mitgliedern.

Eine Zahl die allerdings tief blicken lässt: zum 40jährigen Bestehen der ARGE letztes Jahr waren unter anderem geladen: das Präsidium um Robert Reisinger, die Meisterspieler Fredi Heiß und Peter Grosser, Aufstiegstrainer Karsten Wettberg, Ex-1860-Torhüter Michael Hofmann, Volker Rech, Ansprechpartner auf der Löwen-Geschäftsstelle von die Bayerische, der ehemalige 1860-Geschäftsführer Anthony Power und Kabarettist Christian Springer.

Trotz des stattlichen Jubiläum und der hochkarätigen Gäste waren gerade einmal 62 Vertreter von Fanclubs anwesend – nachzulesen hier:

http://www.arge-tsv.de/40-jahre-arge/

Für wieviele Leute spricht die ARGE dementsprechend?

Das ist schwer nachvollziehbar. Man kann aber davon ausgehen: für wenige. Einige Fan-Clubs bestehen nur noch auf dem Papier, bei weitem nicht alle Fan-Clubs sind mit den Äußerungen der ARGE-Vorstandschaft einverstanden.

Schaut man z.B. die Facebook-Gruppe „ARGE TSV 1860“ an, so ergibt sich auch hier – wie beim 40jährigen Jubiläum – ein eher trauriges Bild: Obwohl die Gruppe seit über 5 Jahren besteht, hat sie gerade einmal 1163 Mitglieder – inklusive Robert Reisinger.

Robert Reisinger hat sich dort vor etwas mehr als 24 Stunden zu Wort gemeldet.

Für sein Statement bekam er 226 likes, 5 Herzen und wurde 4 mal mittels „Ha Ha-Smiley“ ausgelacht.

Die Antwort der ARGE bekam 25 likes, 36 „Ha Ha-Smileys“ und 5 wütende Smileys – in der Gruppe der ARGE selbst.

Es ist ja auch kein Geheimnis, dass die ARGE jedes Jahr, aber insbesondere 2017 zur Mitgliederversammlung „ihre Leute“ – traurig, dass man so etwas bei Anhängern des gleichen Vereines überhaupt schreiben muss – mobilisiert hat.

Trotzdem wurde Robert Reisinger von 1359 anwesenden Stimmberechtigten Mitgliedern mit knapp 2/3 Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Ebenso hat die Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit beschlossen, sich von Hasan Ismaik zu trennen.

Fazit: Die ARGE ist bei weitem nicht (mehr) so groß und mächtig wie sie gerne wäre: Zum 40jährigen Jubiläum kamen gerade einmal Vertretern (!) von 15% der Fanclubs, die seit 5 Jahren bestehende Facebook-Gruppe der ARGE hat knapp 1000 Mitglieder und zur Mitgliederversammlung kann sie auch keine nennenswerte Anzahl Mitglieder des TSV 1860 mobilisieren.

Es wäre an der Zeit, dass sich die ARGE wieder auf ihre Aufgaben besinnt, alle nachzulesen unter § 2 der Satzung der ARGE. Stimmung gegen den demokratisch gewählten Präsidenten des TSV 1860 machen gehört mit Sicherheit nicht dazu.

Stephan Tempel

4 Kommentare

  1. Es gibt seit geraumer Zeit einen Verband der als Gegenstück zur Arge dient . Dieser ist Aktiv in der Kurve Vertretten und die Nähe zu den Fans ist Pflicht . Die Vorstände sind bei jeden Spiel dabei . Auch eine gute zusammen Arbeit mit den Ultras des TSV 1860 München ist gegeben . Man nennt diesen Verband blaue Division . Ein großer Zulauf auch von Seiten der Arge ist bei der blauen Dividion erkennbar ganze Regionen wandern ab . Die Blaue Division besteht nur aus Mitgliedern die sich beim Verein Mitglied sind .
    Keine Annäherung ist zu erkennen zu rechter Gewalt oder zur rechten Scene .
    Eine beachtliche Zahl von 4258 Leuten waren in Augsburg um die ML zu unterstützen. Die blaue Invasion in Augsburg wurde angetrieben und unterstützt .
    Auf Seiten der Arge wurde dies nicht befürwortet und jegliche Korrespondenz verweigert .

    Fazit ist das die blaue Division wieder die alten Werte der Fankultur des TSV 1860 München lebt und verkörpert . Der kleine Arbeiter der sich monatlich das Geld für die stadionbesuche zur Seite legt hat wieder einen Verband der ihn würdigt und mit stolz begleitet .
    Zu jederzeit ist die blaue Division für seine Mitglieder und nicht Mitglieder ansprechbar , greifbar und in der Nähe ,
    Die blaue Division wird geführt von 4 Leuten deren Sitz im bayerischen Wald ist . Landkreis Freyung Grafenau .
    Geschätzte Mitglieder derzeit über 3500 und stetig wachsend .
    Politische Vereins Orientierung keine !
    Liebe zum TSV 1860München ganz groß !!
    Der Verband arbeitet ehrenamtlich und nimmt keinen Beträge !!
    Die Beträge sind dem TSV zu zahlen mit der Migliedschaft .
    Der Verband blaue Divison ist unabhängig vom Verein jedoch dem Verein durch sein Wirken sehr nahe .
    Fazit der Bewertung und Begutachtung durch die frei Presse und sportblick Bayern .
    Die blaue Division ist eine Bereicherung für Fans des TSV 1860 München
    Lg Sport Redaktion
    Sportblick Bayern .

  2. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche, die außerhalb wohnen, in Fanclubs sind, damit sie zu halbwegs überschaubaren Fahrtkosten zu den Spielen kommen. Ist halt was anderes, ob man meinetwegen aus Weiden (rein willkürlich gewählt) allein mit dem privaten PKW fährt oder im Bus mit anderen, also, rein kostentechnisch. Die private Anreise dürfte bestimmt das vierfache der Busreise betragen.

    Das soll natürlich nicht heißen, dass ebenfalls Leute in Fanclubs organisiert sind, weil es gemeinsam halt auch mehr Spaß machen kann.

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