Gehört der Islam zu Deutschland oder nicht?

Der Islam gehört zu Deutschland. Oder auch nicht. Geht mir diese Debatte auf den Senkel. Wer hat´s mal wieder angefangen? Der Seehofer war´s… vermutlich nur zum jetzigen Zeitpunkt, damit niemand mitbekommt, dass der Söder gerade Ministerpräsident geworden ist.

Fakt ist doch: in Deutschland leben rund 5 Millionen Muslime. Die meisten davon dürften ungefähr so muslimisch sein, wie ich christlich. Zumindest meine „offiziell muslimischen“ Freunde denken diesbezüglich ähnlich liberal wie ich. Ein Beispiel davon könnt ihr euch gerne im Tempel ansehen – der hat mit unserem schwulen Tätowierer weniger Probleme als so mancher „guter Christ“.

Warum – verfickte Scheiße nochmal – muss ich den muslimen hier Nonstop erklären, sie gehören nicht zu uns? Meint irgendjemand, davon wird irgendetwas besser? Sie fühlen sich wohler und integrieren sich schneller?

Ja, hier leben Fanatiker. Ja, es gab hier Anschläge – aber genausowenig wie ich als Deutscher mit NSU oder anderen Anschlägen in einen Topf geworfen werden mag, werfe ich die hier friedlich lebenden Muslime mit den Fanatikern in einen Topf.

Die überwältigende Mehrheit der Muslime will hier eines, das gleiche wie ich: Friedlich auf diesem Planeten ein möglichst gutes Leben führen. Halten wir ihnen die Hand hin, anstatt sie auszugrenzen – und zum Seehofer: kümmer Du Dich lieber darum, dass Deine Kanzlerin durch ihre Politik den sozialen Frieden in Deutschland nicht weiter gefährdet, als sie es ohnehin schon getan hat. Der rechte Rand ist nur durch ihre Politik so stark geworden – das sollte und darf kein Grund für Dich sein, dort auf Stimmenfang zu gehen.

Stephan Tempel

Ink Society Nummer 2 – ausführliche Review und Bezugsadressen

Die erste Ausgabe des Heftes wusste mich durch die Bank zu begeistern (nachzulesen hier http://bunte-ansichten.de/reichlich-lesestoff-rund-um-die-bunte-haut/), rund vier Monate nachdem ich das erste mal mit dem Heft in Berührung gekommen bin und somit fünf Monate nach dem das Heft zum ersten mal erschienen ist, habe ich mir am Ostbahnhof die Nummer zwei geholt – wobei wir gleich beim größten Problem des Heftes wären: Es ist einfach schwer zu bekommen. Wo das Heft bezogen werden kann, findet ihr zum Schluß dieser Review.

Das zweite Problem dieses noch jungen Tätowiermagazines dürfte der Preis sein: 9,50 Euro ist einfach eine Ansage, vor allem wenn alle Magazine die daneben verkauft werden deutlich günstiger sind – aber vorweg: Ink Society ist sein Geld wert: 164 fette Seiten, schweres Papier, kaum Werbung enthalten. Da können die anderen bei weitem nicht mithalten.

Da ist es auch locker zu verschmerzen, dass ein paar sehr schön klingende Ankündigungen aus Heft Nummer eins leider nicht in die Tat umgesetzt wurden: Ab Ausgabe zwei sollte es eine eigene Österreich- und eine eigene Schweiz-Ausgabe geben – und in der Deutschland-Ausgabe ein Städte oder Regionen-Special. „Wie soll das denn bitte funktionieren bzw. finanziert werden“ war mein zweiter Gedanke nach dem ersten Gedanken „geile Sache“ – und leider funktioniert es scheinbar (noch) nicht – macht aber nichts:

Heft zwei punktet mit anderen Geschichten: äußerst interessant die Story über Tätowierer Mario Barth (nein, nicht der Komiker)und seinen Werdegang – da ist man halt mal eben früher ein paar hundert Kilometer gefahren, weil es irgendwo jemanden gab der eine von seinen zwei Tattoomaschinen verkauft hat – oder eine Gewerbeanmeldung für das erste Tattoostudio überhaupt in Österreich dauerte schlappe drei Monate, weil es so etwas davor noch nie gab. Heute ist Mario ja nicht zuletzt durch die Tattoofarbe „Intenze“ – ja, das ist sein Label – jedem Tätowierer ein Begriff und ich selber war schon oft staunend in seinen beiden Tattoopalästen in Las Vegas oder zweimal auf seiner „Biggest Tattoo Show on Earth“ dort – was Mario Barth geschaffen hat ist einfach nur phänomenal und zudem interessant aber auch unterhaltsam zum nachlesen.

Ansonsten liegt der Schwerpunkt bei Ink Society zwei logischerweise bei Tätowierern, aber auch auf Kunden und die Geschichte hinter den Tätowierungen – aber auch jede Menge Hintergrundstories rund um die Tattooszene.

Für mich als Münchner besonders schön: die Fotostrecken rund um den Münchner Tätowierer Julian „Corpsepainter“ Siebert: Auf 19 Seiten werden Julian und seine Kunden ausführlich porträtiert und später gibt es noch einmal acht Seiten, auf denen Julian „sein“ München zeigt. Das ganze macht Spaß zum lesen und wenn die einzigen Kritikpunkte sind, dass ein „Knödel“ als „Kloß“ bezeichnet oder die Pose der Bavaria als „Siegerpose“ interpretiert wird, dann weiß man eigentlich dass es nicht wirklich etwas zum meckern gibt – sehr schöne Story über einen von mir äußerst geschätzten Tätowierer.

Einziger wirklicher Kritikpunkt: bei „die Zukunft der Tattoo Conventions“ wäre mehr gegangen, der Artikel wirkt irgendwie unfertig. Ist eher eine äußerst kurze Zustandsbeschreibung als ein Ausblick in die Zukunft. Das ganze schmälert aber den durchwegs guten Gesamteindruck von Heft 2 in keinster Weise und wie schon bei Ink Society 1 gibt es von mir eine fette Kaufempfehlung.

Wo gibt es das Heft?

Zum einen findet ihr eine Liste der Verkaufsstellen bei www.mykiosk.com – diese ist allerdings nicht vollständig, z.B. der Münchner Ostbahnhof war dort nicht enhtalten. Wer nicht laufen will kann es auch bei https://www.daaly.de/ bestellen – Versandkostenfrei.

Wie groß und mächtig ist die ARGE des TSV 1860 (noch)?

Wie groß und mächtig ist die ARGE (noch)? …und warum….

…meint eigentlich eine Fanclubvereinigung ständig, sie müsste Vereinspolitik machen? Ich hab mir jetzt die Satzung der ARGE durchgelesen: hier findet man nichts dazu, was den Vorstand ermächtigen würde, in irgendeiner Art und Weise Vereinspolitisch tätig zu werden – die Satzung der ARGE findet man hier:

http://www.arge-tsv.de/wp-content/uploads/2014/05/ARGE-Satzung-Neu-2015.pdf

Halten wir doch einmal fest: Wir haben beim TSV 1860 einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung – sie ist das oberste beschließende Vereinsorgan. Hier werden die Vereinsvertreter gewählt – wenn man auch nur im Ansatz Demokrat ist, dann hat man das Ergebnis der Mitgliederversammlung zu akzeptieren und im Interesse des Vereines Störfeuer zwischen den Mitgliederversammlungen zu vermeiden.

Wie groß ist die ARGE (noch)?

Geht man die Regionen auf der ARGE-Homepage durch, sind dort aktuell noch etwas mehr als 400 Fanclubs eingetragen. Die Mitgliederzahlen der einzelnen Fanclubs dürften schwer nachvollziehbar sein, geschweige denn von „aktiven“ Mitgliedern.

Eine Zahl die allerdings tief blicken lässt: zum 40jährigen Bestehen der ARGE letztes Jahr waren unter anderem geladen: das Präsidium um Robert Reisinger, die Meisterspieler Fredi Heiß und Peter Grosser, Aufstiegstrainer Karsten Wettberg, Ex-1860-Torhüter Michael Hofmann, Volker Rech, Ansprechpartner auf der Löwen-Geschäftsstelle von die Bayerische, der ehemalige 1860-Geschäftsführer Anthony Power und Kabarettist Christian Springer.

Trotz des stattlichen Jubiläum und der hochkarätigen Gäste waren gerade einmal 62 Vertreter von Fanclubs anwesend – nachzulesen hier:

http://www.arge-tsv.de/40-jahre-arge/

Für wieviele Leute spricht die ARGE dementsprechend?

Das ist schwer nachvollziehbar. Man kann aber davon ausgehen: für wenige. Einige Fan-Clubs bestehen nur noch auf dem Papier, bei weitem nicht alle Fan-Clubs sind mit den Äußerungen der ARGE-Vorstandschaft einverstanden.

Schaut man z.B. die Facebook-Gruppe „ARGE TSV 1860“ an, so ergibt sich auch hier – wie beim 40jährigen Jubiläum – ein eher trauriges Bild: Obwohl die Gruppe seit über 5 Jahren besteht, hat sie gerade einmal 1163 Mitglieder – inklusive Robert Reisinger.

Robert Reisinger hat sich dort vor etwas mehr als 24 Stunden zu Wort gemeldet.

Für sein Statement bekam er 226 likes, 5 Herzen und wurde 4 mal mittels „Ha Ha-Smiley“ ausgelacht.

Die Antwort der ARGE bekam 25 likes, 36 „Ha Ha-Smileys“ und 5 wütende Smileys – in der Gruppe der ARGE selbst.

Es ist ja auch kein Geheimnis, dass die ARGE jedes Jahr, aber insbesondere 2017 zur Mitgliederversammlung „ihre Leute“ – traurig, dass man so etwas bei Anhängern des gleichen Vereines überhaupt schreiben muss – mobilisiert hat.

Trotzdem wurde Robert Reisinger von 1359 anwesenden Stimmberechtigten Mitgliedern mit knapp 2/3 Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Ebenso hat die Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit beschlossen, sich von Hasan Ismaik zu trennen.

Fazit: Die ARGE ist bei weitem nicht (mehr) so groß und mächtig wie sie gerne wäre: Zum 40jährigen Jubiläum kamen gerade einmal Vertretern (!) von 15% der Fanclubs, die seit 5 Jahren bestehende Facebook-Gruppe der ARGE hat knapp 1000 Mitglieder und zur Mitgliederversammlung kann sie auch keine nennenswerte Anzahl Mitglieder des TSV 1860 mobilisieren.

Es wäre an der Zeit, dass sich die ARGE wieder auf ihre Aufgaben besinnt, alle nachzulesen unter § 2 der Satzung der ARGE. Stimmung gegen den demokratisch gewählten Präsidenten des TSV 1860 machen gehört mit Sicherheit nicht dazu.

Stephan Tempel

Samsung Galaxy S7 (/S8/ S9) vs iPhone 7 (iPhone 8 / iPhone X)

Warum dieser Testbericht bzw. Handyvergleich, wo es doch schon so viele gibt? Weil ich mir vor ein paar Monaten als der Kauf eines zweiten Handys anstand so viele Testberichte durchgelesen habe und ich auch jetzt noch der Meinung bin, dass die meisten Testberichte zum Teil offensichtlich bezahlt sind und fast alle viele wichtige Features außer acht lassen, die im Alltagsgebrauch wichtig sind:

Vorgeschichte: Bei uns im Studio hat mein Bruder schon immer iPhones und auch sonst viel von Apple, ich hab mich zunächst  aus Kostengründen immer für die Samsung-Variante entschieden. Zudem habe ich habe schon lange zwei Handys, ein Geschäftliches und ein Privates. Privat habe ich zuletzt das S7 genutzt, dienstlich mein altes S3 – und da das S3 dann so langsam den Geist aufgegeben hat und so viele Leute auf Apple schwören, habe ich mich dann nach dem Lesen vieler Testberichte zum Kauf eines iPhone 7 entschlossen. Thomas hat dafür dann das Galaxy ausprobiert – wie es ausgegangen ist und im Prinzip unser beider Fazit ist, könnt ihr ganz unten lesen – jetzt erst mal aus meiner Sichtweise:

Umstieg vom Samsung auf das iPhone: Eigentlich unproblematisch, Nummern werden übernommen, Apps ebenso, Kostenpflichtige müssen allerdings noch einmal bezahlt werden. Problematisch: ich hatte z.B. alle Urlaube, alle Bilder unserer Tätowierer und alle Fotos meiner Laserkunden in Ordner sortiert. Das iPhone schmeißt beim Umstieg alle in einen Ordner und hat mir damit rund 4000 Fotos die in 70 Ordner sortiert waren in einen großen Ordner geschmissen. Hass.

Direkter Vergleich Galaxy S7 / vs iPhone 7

Handhabung/Stabilität/Menüführung: 

Hier schenken sich die beiden Handys nicht viel, beide laufen flüssig, beide hängen sich selten bis gar nicht auf. Der Apfel hat sich bei mir jedoch am dritten Tag mal beim Whatsapp schreiben aufgehängt, das hat das Galaxy noch nie geschafft. Was mir beim iPhone abgegangen ist und definitiv die Handhabung leichter macht, ist die zurücktaste, die bei Galaxy rechts unten ist. Auch ist das Menü z.B. um den Vibrationsalarm oder die mobilen Daten ein- oder auszuschalten beim Galaxy schneller zu erreichen. Vorteile für´s Galaxy.

Sprachsteuerung

Was mich beim iPhone am Anfang fasziniert hat, war z.B. die Sprachsteuerung Siri, die unterm Strich besser funktioniert als die von Google. Allerdings funktionieren die wichtigsten Features – z.B. unterm Autofahren via Sprachbefehl Nummern wählen, Whatsapp schreiben, Termine legen, ‚Wecker stellen oder eine Route raussuchen annähernd genau so gut. Insgesamt hat Apple hier die Nase vorne, in der Praxis macht sich das jedoch kaum bemerkbar, weil ich die Sprachbefehle nach den ersten paar Tagen kaum mehr genutzt habe. Trotzdem leichte Vorteile für den Apfel.

Empfang: 

Ich betreibe beide Handy bei TMobile im Netz der Telekom. An Orten wo ich mit dem Apfel keinen Empfang mehr habe oder nur mit sehr mieser Sprachqualität telefonieren kann, funktioniert das Galaxy S7 einwandfrei. Dicker Pluspunkt für´s Samsung Galaxy.

Fotos: 

Sowohl Tätowiererin Julia als auch ich haben Fotos von frischen und abgeheilten Tattoos als auch von Laserbehandlungen mit beiden Handys gemacht und finden, dass das iPhone den Kontrast bei den Fotos zu stark setzt und die Fotos etwas verfälscht – allerdings reden wir hier von minimalen Unterschieden. Beide machen im Alltag sehr gute Fotos, wobei ich persönlich die vom Galaxy realistischer finde. Auch nervt beim iPhone die rausstehende Kamera. Minimale Vorteile für´s Galaxy.

Sortierung der Bilder: 

Hier wird´s dann schon wieder etwas deutlicher: Du machst ein Foto vom Kunden vor der Behandlung und eines ein paar Minuten später nach der Behandlung. In der Zwischenzeit bekommst Du eine Whatsapp mit einem Bild und wo sortiert das iPhone die Bilder daraus ein? Richtig, dazwischen. Das geht gar nicht und dass man die Bilder aus dem Hauptordner nicht einfach verschieben kann bzw. sie nach dem verschieben/kopieren im Hauptordner bleiben und umständlich versteckt werden müssen, ist ein dicker Minuspunkt für´s iPhone. Benutzerfreundlich ist was anderes. Pluspunkt für´s Galaxy.

Cloud: 

funktioniert bei beiden nahezu gleich und Problemlos

Fingerabdrucksensor:

siehe Cloud

Induktives Laden:

Beim iPhone 8 mit großem trara angekündigt, beim iPhone 7 nicht vorhanden – bei Samsung ab dem Galaxy S7 Standard. Klingt nach Vorteil für´s Galaxy – ist es auch.

Whatsapp bzw. Benachrichtigungen

…ich hab ja wirklich gemeint dass mich meine Apple-Freunde verarschen wollen, als ich gefragt habe wie ich es denn beim Apfel einstellen kann, dass man sieht dass ich eine Whatsapp bekommen habe, aber nicht von wem – und die Antwort war: geht nicht. Dort wo beim Galaxy einfach das Whatsapp-Symbol erscheint (wahlweise auch mit Nachricht von xy oder von xy mit Inhalt) erscheint beim Apfel entweder gar nichts oder halt gleich wer der Absender ist. Zu verstecken habe ich nichts, aber es geht halt einfach niemanden etwas an.

Noch besser bzw. schlechter: wenn der Apfel mit dem Display nach oben/Sperrbildschirm bei uns hinter´m Tresen liegt, dann hab ich keine Möglichkeit mir bei ausgeschaltetem Bildschirm anzeigen zu lassen, ob ich – wenn ich wieder an meinen Platz komme – eine Nachricht habe, ohne das Ding in die Hand zu nehmen.

Das Galaxy hat dafür die LEDs, die mir noch dazu in den Farben anzeigen, wer denn geschrieben hat: Ganz dicker Pluspunkt für´s Galaxy.

Aufladen:

Zumindest das Galaxy S7 konnte noch unterwegs mit jedem verfügbaren Mini-USB-Kabel geladen werden, dieser Vorteil ist ab dem S8 leider dahin. Beim Vergleich iPhone 7 vs Galaxy S7 ist es ein Pluspunkt fürs Galaxy.

Speicherplatz:

Von jeher ein Ärgernis für Apple-Kunden, dass man sich schon beim Kauf auf den gewünschten Speicherplatz festlegen muss und sich Apple den beim iPhone teuer bezahlen lässt. Das Galaxy wird mittels günstiger Speicherkarte einfach erweitert. Dicker Vorteil für´s Galaxy.
Wiederverkaufswert:

Der Wiederverkaufswert beim Apple ist grundsätzlich höher, weil bei den Galaxy kurz nach dem Marktstart oftmals ein massiver Preisverfall einsetzt. Allerdings setzt der Wiederverkaufswert auch einen deutlich höheren Einstiegspreis vorraus und ganz ehrlich: wer kauft sich ein Handy, um es wieder zu verkaufen? Doch dazu gleich noch mehr.

Zwischenfazit:

Das war jetzt der Vergleich iPhone7 vs Samsung Galaxy S7 – weil ich eben diese beiden Handys mehrere Wochen parallel benutzt habe. Ich habe das iPhone 7 dann verkauft und mir dafür das Galaxy S8 geholt – das ist noch einmal etwas besser als das Samsung Galaxy S7, aber unwesentlich besser. Thomas hat sich dann durch meinen Vergleich inspiriert nach jahrelangem Apple-Benutzen ebenfalls das S8 geholt, benutzt seit dem dieses und gibt mir im großen und ganzen Recht.

Was die Preise angeht: Das iPhone X in der kleinsten Version für 1149,-  Euro und dann ist noch nicht einmal das Schnellladekabel enthalten – Sorry, das sind einfach Dimensionen die sind unverschämt.

Nachdem Samsung ja für das alte Galaxy S7 315 Euro Eintauschprämie bezahlt, ich das ganze geschäftlich nutzen kann und für uns eine möglichst gute Kamera extrem wichtig ist, habe ich mich jetzt auf den Deal eingelassen und das S9 vorbestellt – der ausführliche Testbericht folgt. Bis auf die Kamera und die Dual-Sim – wäre das schön, nur noch ein Handy in der Tasche haben zu müssen – erwarte ich jedoch keine großen Änderungen – was mich zum endgültigen Fazit bringt:

Fazit:

Bei den Handys ist für den privaten Nutzer meiner Meinung nach größtenteils das Ende der Fahnenstange erreicht und die Änderungen sind so marginal, dass sie für die meisten User im Alltag nicht ins Gewicht fallen. Huawei ist z.B. hierzulande ja auch schon bekannt, Oppo und Vivo liefern sich nicht nur in Asien Werbeschlachten (Oppo ist z.B. auch Sponsor der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Rußland) und werden auch auf dem europäischen Markt vor allem Samsung das Leben schwer machen.

Ein iPhone 7 kostet derzeit neu in der kleinsten Ausführung 629,- Euro, ein Samsung Galaxy S7 ist für 350,- Euro zu haben. Wer für sein Ego nicht ständig das tollste, neueste und beste braucht bzw. ein Handy nicht als Statussymbol nutzt, hat meiner Meinung nach – Stand 16.03.2018 – was Preis/Leistung angeht mit dem Samsung Galaxy S7 die beste Wahl – und besser als ein Iphone 7 ist es allemale – und das fast zum halben Preis.

Stephan Tempel

Quo Vadis, TSV 1860?

Nun also morgen Unterföhring – davor Seligenporten, danach Ingolstadt II (!!) und irgendwo dazwischen war auch noch Buchbach. Ich will ehrlich sein: es schmerzt. Es erinnert mich an die Zeit, als ich – übrigens freiwillig – Löwenfan geworden bin, über 30 Jahre ist das jetzt her: damals waren die Gegner Ampfling, Plattling, Eching & Lohof. Zur gleichen Zeit überholte der rote Münchner Verein gerade den 1. FC Nürnberg als Rekordmeister, aber ich habe mir den blauen Münchner Verein ausgesucht – also gehört es mir ja nicht anders.

Mir vielleicht nicht – aber der glorreiche TSV 1860 hat etwas anderes verdient als die Bayernliga – oder wie hat es Karsten Wettberg damals so schön formuliert: „wir müssen raus aus dieser Hammelliga“. Ich hatte das Glück, den Durchmarsch von der Bayernliga bis zur Championsleague-Qualifikation live miterleben zu können und war bei jedem internationalen Pflichtspiel seit meiner Geburt live dabei – egal ob Varna, Leeds, Newcastle, Borisov, etc… ich will nicht noch einmal Jahrelang über Bayerns Dörfer tingeln – das ist nicht der Anspruch des TSV 1860 – darüber können auch Highlights wie vor ein paar Wochen bei Nürnberg II nicht hinwegtäuschen: die Kulisse von uns Löwenfans war gigantisch: weit über 12 000 Löwenfans bei Rekordkälte Auswärts bei einem Viertliga-Spiel – man stelle sich einmal vor, wir spielen im Sommer Auswärts in der 1. Bundesliga…

Ja, wir spielen aktuell wieder in unserer Heimat, dem Sechzgerstadion – das ist vielleicht das einzig gute am Abstieg gewesen: wir sind die Allianzarena-Verträge losgeworden. Ändert aber nichts daran, dass ich mit 1860 den größtmöglichen sportlichen Erfolg möchte – wenn irgendwie möglich im Sechzger, wenn nicht möglich dann halt in ferner Zukunft irgendwann einmal in einem eigenen Löwenkäfig.
Ohne Hassan – und andere Investoren, das versteht sich von selbst – und hört mir auf damit, dass es heutzutage nicht mehr ohne Investoren geht: Zum einen sieht man ja recht deutich, wohin uns unser sogenannter Investor gebracht hat – herzlichen Dank dafür noch einmal an dieser Stelle -, zum anderen stehen aktuell in Fußballdeutschland rund 50 Fußballvereine vor dem TSV 1860, die keinen Investor haben – und ein weiteres Urgestein des deutschen Fußball mit Investor verabschiedet sich dieses Jahr wohl ziemlich deutlich aus der höchsten deutschen Fußballliga.
Im übrigen: wenn ich sportlichen Erfolg um jeden Preis gewollt hätte, dann hätte ich mich vor rund 30 Jahren für den anderen Münchner Fußballverein entschieden – hab ich aber bewusst nicht:

Würdet ihr euch prostituieren oder eure bessere Hälfte bitten es zu machen, damit ihr euch eine größere Wohnung, ein paar Statussymbole, ein dickes Auto und ein paar Urlaubsreisen leisten könnt?

Es gibt Leute die machen so etwas – und das ist auch absolut in Ordnung. Ich würde es nicht. Im Zweifelsfall bleib ich lieber noch ein paar Jahre in der kleineren Wohnung -oder in unserem Fall: spiele ich lieber noch ein paar Jahre gegen Unterföhring und Buchbach – auch wenn´s weh tut.

Stephan Tempel